Auf Brett 2 einigten sich GM Horvath und IM Stopa schnell auf ein Remis und nun hätten auf Brett 1 - GM Istratescu gegen GM Krejci - beide mit einem Sieg die Chance auf den alleinigen Turniersieg realisieren können, lagen sie doch in der Zweitwertung hinter Brett 2 zurück. GM Andrei Istratescu versuchte etwas Druck zu machen, aber auch er musste den Anstrengungen des Turniers etwas Tribut zollen und schlussendlich ins Remis einwilligen. Damit waren die Stockerlplätze vergeben und GM Jozsef Horvath aus Ungarn, der für Husek Wien spielt, ist Sieger des 23. Internationalen Donauopen Aschach 2014:

Im A-Turnier endeten die beiden Spitzenpartien remis und dahinter gewannen GM Kreci und GM Horvath ihre Partien und schlossen damit zum Spitzenduo punktemäßig auf. Die entscheidende Paarung ist morgen Brett 2: GM Horvath gegen IM Stopa – beide haben mit einem Sieg den Turniersieg sicher in der Tasche, aber da im Schach ein Remis durchaus möglich ist, müssen auf Brett 1 GM Istratescu gegen GM Krejci genau auf ein solches hoffen und selbst ihre Partie gewinnen. Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt – jetzt müssen nur mehr die Akteure ihren Teil dazu beitragen und die Bretter in Flammen setzen. Die Österreicher liegen leider knapp zurück und können heuer um den Turniersieg nicht mehr mitreden, aber keine Sorge es ist noch nicht aller Tage Abend und es kommen auch wieder bessere Jahre für die chauvinistische Krennwurzn.

Am Spitzenbrett hatte GM Jozsef Horvath mit den schwarzen Steinen gute Aussichten seine weiße Weste zu behalten, aber dass sich das im Schach nicht immer im Ergebnis niederschlagen muss, zeigte die Nr. 1 des Turniers GM Andrei Istratescu unerbittlich auf und siegte im Konter. Damit kommt es morgen zum Duell der zwei einzigen Spieler mit 4,5 Punkten, wobei IM Jacek Stopa den Vorteil der weißen Steine sein eigen nennen kann. Eine Tragödie spielte sich am besten Österreicherbrett ab, IM Lehner stellte eine Figur und damit die Partie ein, aber als Trost bleibt der Punkt wenigstens im Land.

Wenn Sie gedacht haben, dass sie wegen der Krennwurzn so lange auf den Bericht von der 3. Runde warten mussten, dann haben Sie sich aber geirrt. Die Krennwurzn war brav zu Hause und hat den Bericht getippt, da war aber das ungeplante Side Event des Side Events „Webmaster versenken XXXL“ bereits im vollen Gange – aber kommen wir zum Turniergeschehen zurück:

Da waren’s nur mehr vier, sang die Krennwurzn schon gerne als Kind, aber in Aschach war die Vorgängerzahl der Maximalpunkter nicht 5 sondern 16. Nicht dass sich die Krennwurzn am Punkteverlust Anderer ergötzen würde und außerdem die Punkte gehen ja nicht verloren, sie gehören nur Anderen! Und da haben wir schon die nächste Schwachstelle der Krennwurzn aufgedeckt: sie freut sich unheimlich, wenn österreichische oder gar oberösterreichische Spieler stärkeren Gegnern Punkte entführen und so gesehen war für die Krennwurzn heute ein Feiertag, denn auf Brett 1 gelang FM Lukas Handler ein interessantes und umkämpftes Remis gegen die Nummer 1 GM Andrei Istratescu, der mit Turm, Springer und zwei Bauern gegen Dame mit zwei Bauern ankämpfen musste. Auf Brett 3 gelang dann FM Florian Schwabeneder gegen GM Jan Krejci ebenfalls ein Remis. Krennwurzn was willst Du mehr? Siege, Siege ...

Ausgerastet und spielstark präsentierten sich die Favoriten im A-Turnier am Vormittag und gewannen allesamt ihre Partien, erst auf Brett 12 schlug Klara Varga Florian Mesaros und dahinter mussten die Jungstars Dragnev und Huber ebenso wie die Nummer 8 IM Tamas Petenyi einen halben Punkt an den Gegner abgeben, wobei der IM schon daran gewöhnt sein dürfte, ereilte ihn doch schon gestern das gleiche Schicksal. So gibt es nach zwei Runden nur mehr 16 Spieler mit weißer Weste.

Zur 23. Auflage fanden fast 250 Spieler wieder den Weg in den malerischen Schiffermarkt Aschach an der Donau. Im A-Turnier rittern sich 93 Schachfreunde, darunter 5 GM, 8 IM und 11 FM um den Turniersieg. Angeführt wird die Setzrangliste von der Nr. 151 der aktuellen FIDE-Weltrangliste, dem Franzosen Andrei Istratescu mit 2627 Elo. Mit 99 Teilnehmern hat das B-Turnier die Nase wieder vorne und auch dort wird ein harter Kampf um die Ränge erwartet. 57 Schachfreunde kämpfen heuer im C-Turnier bei verbesserten Platzbedingungen. Eine weitere Neuerung ist, dass der Veranstalter heuer Side-Events anbietet. Weitere Infos und die aktuellen Ergebnisse finden Sie unter http://www.donauopen.at rasch im Internet.