Etwas regnerisch in Aschach, aber kein Blitzeis auf den Straßen – nur auf Brett 1+6 gab es Blitzremisen. Ansonsten wurde wieder hart und lange gekämpft und GM 

Nikita Maiorov konnte mit einem Sieg gegen Emanuel Frank zum Führungsduo mit 5 Punkten aufschließen. Dahinter gibt es noch einige mit 4,5 Punkten, die den Kampf um die Preisgelder morgen noch sehr spannend machen werden. Auf den Bretter 7,8 und 11 mussten die jungen Oberösterreicher sehr zum Leidwesen der Krennwurzn die Waffen strecken und so bleiben mit jeweils 4 Punkten noch die Florian‘s (Mostbauer, Schwabeneder, Sandhöfner) mit Ly und Salvenmoser als Einheimische im Kampf um die Preisgeldränge übrig.

 

Eine überraschende Reklamation wurde der Turnierleitung vorgetragen: ein bekannte Schachjunggeselle beklagte, dass er obwohl in der Setzliste neben einer Dame immer von dieser getrennt gesessen ist, obwohl sie oftmals auf benachbarten Brettern spielten. Einmal war es ein Gang, dann wieder die Bühne und so weiter. Nun die Krennwurzn kann für Abhilfe sorgen: die Dame ist verheiratet und wurde vom Veranstalter natürlich von nicht auszuschließenden Annäherungsversuchen geschützt.

Einen Turniersieger gibt es schon zu vermelden. Der 10jährige Vietnamese Nguyen Le Minh Phu (Elo 1729 und Startlistenrang 30) konnte mit den schwarzen Steinen das spannende Duell gegen Lukas Kepplinger für sich entscheiden, der möglicherweise etwas überzogen hat, um noch eine Chance auf den Turniersieg zu haben. Auch eine Niederlage kann am Turniersieg des jungen Schachtalents dessen Eltern mit ihm hier auf Urlaub sind ändern. Es bleibt nur mehr die Frage, ob er morgen auch noch die Nummer 4 der Setzliste Anselm Doellinger schlagen kann, der heute den jungen Englisch (Startnummer 54) schlagen konnte. Damit konnte der „alte“ Englisch (Startnummer 2) punktemäßig mit einem Sieg aufschließen.

Die Krennwurzn beobachtet schon seit länger Zeit dieses Englischduell – keine Angst liebe Leser, die Krennwurzn macht keine Exkursion in die  Schachtheorie, es geht um nur um das Duell Senior Englisch gegen Junior Englisch im B-Turnier. Aber es stellt sich schon die Frage, warum in der Schachtheorie Alt-Benoni, Alt-Indisch, … bekannt sind, es aber kein Alt-Englisch gibt? Und warum die ganz mittelalterlichen Eröffnungen wie Spanisch und Italienisch aktuell in der Weltspitze als modern gelten? Ja Krennwurzn Fragen können Tränenseen erzeugen in denen eine Mücke baden kann und einem Elefanten das Ertrinken drohen könnte.

Im C-Turnier konnte mit den weißen Steinen Werner Niesswohl „Schachsektion KSV Wien“ heute einen Sieg erringen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Turniersieg machen. Gewinnt sein heutiger Gegner Richard Hersel vom Schachklub Kremsmünster nicht, dann reicht ihm ein Remis. Dahinter war ein kollektives Friedenspfeifenrauchen angesagt, welches die Herren Hölzle und Almer schnell einberufen haben. Lacht Caissa den Oberösterreichern ganz heftig, dann hat Rudolf Ring noch eine Chance auf den Turniersieg – ein wenig gelächelt hat sie schon, denn Rudi hat die weißen Steine am Spitzenbrett.

Die Krennwurzn wiederrum wurde total leichtsinnig und überraschte sich selbst schon mit dem zweiten Zug komplett – der Gegner verfiel in tiefes Nachdenken und schon keimte die Hoffnung auf, dass der geniale Plan die Partie bereits im zweiten Zug zu verlieren aufgehen könnte, aber diese zerplatzte wie eine Seifenblase weil der Gegner die Krennwurzn sicherheitshalber ins Remis entlassen hat. Möglicherweise hatte er Angst, das Remis aus Runde 3 könnte der Krennwurzn am grünen Tisch aberkannt werden und dachte sich: doppelt hält besser!