Die Kämpfe werden härter und die Favoriten werden gnadenloser. Am Spitzenbrett gab es ein ausgekämpftes Remis, aber schon auf Brett 2 siegte die Nummer 7 GM Marko Tratar sehenswert gegen IM Reich und führt nun als einziger noch ohne Punkteverlust das Feld in die finale Phase. Das nun die Favoriten unter sich bleiben wollen, mussten die beiden bisher groß aufspielenden jungen Oberösterreicher erfahren. Trotz Daumendrücken der Krennwurzn wurde Patrick Gelbenegger (Nummer 27) von der Nummer 1 GM Nikola Sedlak eingebremst und Lukas Leisch (Nummer 20) von der Nummer 3 GM Robert Zelcic. Immerhin konnten im oberösterreichischen Florianerduell auf Brett 6 die Punkte das Bundesland schon regeltechnisch nicht verlassen – die Punkteteilung war dennoch überraschend, weil IM Schwabeneder gegen FM Mostbauer die mosten äh meisten Bauern schon verloren hatte.

Im B-Turnier musste man heute einen Dreier in der Startnummer haben, um am Ende der Runde mit vier Punkten dazustehen. Die Nummer 3 Stefan Berger gewann ebenfalls wie die Nummer 30 Nguyen Le Minh Phu ihre Partien mit den weißen Steinen. Generell aufgefallen ist, dass auch hier auf allen Brettern oft sehr hart und entschlossen bis zur letzten Sekunde gekämpft wird, aber so sollte Schach ja sein.

Ex aequo Rekordteilnehmer Robert Hofmann musste heute mit den weißen Steinen die weiße Weste und den ganzen Punkt an Richard Hersel abgeben, der nun allein das Feld anführt. Blickt man auf die aktuelle Rangliste, so hat sich alles wieder normalisiert und die Favoriten liegen wieder auf den vorderen Rängen – für Spannung ist jedenfalls gesorgt.

Ein Fauxpas der Sonderklasse gelang heute der Krennwurzn. Die Sinne durch den gestrigen halben Punktegewinn und durch den überraschenden Formeinbruch total verunsichert, bot die Krennwurzn Remis und kaum hatte sie das ausgesprochen, erkannte sie, dass ja alles in bester Ordnung ist und die Stellung die Aufgabereife schon erreicht hat.