Möglicherweise hat der sonnige Tag am späten Nachmittag die Weißspieler beflügelt und es kam im Spitzenfeld des A-Turnieres zu vielen Weißsiegen – auch wenn auf Brett 1 ein schneller Friedenschluss erfolgte. Für die Überraschung im Spitzenfeld sorgte IM Reich, der den von der vormittäglichen Partie gegen IM Jurek geschwächten GM Zelcic schlagen konnte. So verbleiben nur mehr vier Spieler mit weißer Weste im A-Turnier. Ab Brett 8 standen Oberösterreicherduelle am Spielplan und meist setzen sich die jüngeren Spieler durch.

Jünger ist erfolgreicher war auch das Motto im B-Turnier – auf Brett 1 setzte sich sogar ein jüngerer Elofavorit mit den schwarzen Steinen durch und konnte einen ganzen Punkt einfahren. Auf Brett 2 konnte der neunjährige Tobias Englisch vom Schachklub Mistelbach – Startnummer 54 – ein Remis gegen die Nummer 5 des Turnieres einfahren und liegt damit punktegleich mit seinem Vater (Nummer 2) im Verfolgerfeld mit 2,5 Punkten. Angeführt wird das Turnier von drei Spielern mit weißer Weste und man glaubt es kaum es ist sogar noch ein Spieler aus den Top 10 dabei.

Im C-Turnier gab es am Spitzenbrett ein Remis und dann setzten sich die Favoriten durch und morgen kommt es zum Duell der einzig verbleibenden Spieler mit weißer Weste und nur einer oder gar keiner kann diese auch behalten.

Die Runde am Freitag fängt schon um 15 Uhr an, weil am Abend ein Tandemblitzturnier angesagt ist – wer noch Interesse hat, bitte beim Veranstalter oder bei einem der Schiedsrichter anmelden!

In der Mittagspause kaufte sich die Krennwurzn arglos ein Buch beim eigentlich äußerst gut beleumundeten Unternehmen www.schachversand.at aus Oberösterreich – mit dem Titel „Antipolnischer Bauernsturm“ (1. d4 b5 2. a4 b4 3. c4 a5 4. e4 …). Nun sollte man Remis anbieten, der Gegner sich vor Lachen auf den Boden werfen und man die Partie locker verlieren können, um das große Ziel 7-0 erreichen zu können. Aber zum Schock der Krennwurzn wurde das Remisangebot angenommen und die Krennwurzn sucht schon seit Stunden vergeblich nach der ISBN-Nummer des Buches und schön langsam keimt der Verdacht auf, dass hier der Krennwurzn sehr übel mitgespielt wurde, um diese im nächsten Jahr wieder im A-Turnier leiden sehen zu können.