Durch das „bye“-wunder waren alle Bretter rechtzeitig gefüllt, denn die Nachtschwärmer und Spätaufsteher haben die Chance genützt sich mit einem „bye“ einen halben Punkt ohne morgentliche Strapazen in die 3. Runde mitnehmen zu können. Die anwesenden Spieler wiederum kämpften hart und es dauerte über eine Stunde bis die ersten Ergebnisse eingetrudelt sind.

Im A-Turnier sorgten die Oberösterreicher sehr zur Freude der Krennwurzn für die Ausreißer – besonders erwähnen möchte ich Lukas Leisch, der mit den schwarzen Steinen gegen GM Vadim Malakhatov ein Remis erreichte, wobei letzterer viel mehr Zeit investieren musste. Die längste Partie der Runde wurde am letzten Brett gespielt und nach langem Kampf gewannen nach 16 Uhr Springer und Läufer gegen eine Dame.

Die Favoriten im B-Turnier haben sich gesteigert und nach den Nullern in Runde 1 in Runde 2 Remisen erreicht. Auch an Brett 1 gab es einen friedlichen Ausgang. In den Tiefen des Feldes hat sich ein ungenannter großer Spieler mit Mehrturm ohne Not mattsetzen lassen, die Anwälte der Krennwurzn prüfen nun Lizenzverletzungsgebührenforderungen in Millionenhöhe.

Im C-Turnier verlief der Vormittag relativ überraschungsfrei und erst auf Brett 8 kam es zu einem Remisschluss. Anteilsmäßig waren in diesem Turnier die meisten „bye“ zu vermelden.

Gut gefüllt waren auch die Mägen der Schachspieler, denn in der Gastwirtschaft gibt es herrliches Essen in großen Portionen, das schon traditionell nett und schnell von den Kellnerinnen und dem Chef serviert wird. Einige nutzen die Sonnenstunden auch für einen kleinen Spaziergang durch den Schiffermarkt Aschach und überall dachte man sich „Ah ein Schachspieler“.

Weiterhin auf Kurs ist die Krennwurzn, allerdings musste sie hart kämpfen bis der Nuller unter Dach und Fach war – hoffentlich ist das nicht das erste Anzeichen einer aufkeimenden Formkrise.