Ein schnelles Remis auf Brett 1 zwischen GM Jozsef Horvath und GM Mladen Palac machte klar, dass diese beiden zwar gute Platzierungen, aber nicht den Turniersieg erreichen werden. So bekam IM Peter Schreiner mit den weißen Steinen die Chance das Turnier zu gewinnen. Er erreichte eine aussichtsreiche Stellung, aber auch dem Gegner GM Nikita Maiorov boten sich Gegenchancen, die dieser dann zum Sieg nutzte – allerdings hatte er bereits vor der Runde einen halben Punkt Rückstand und daher keine Chance mehr das Turnier zu gewinnen. Die Entscheidung musste nun die Begegnung am zweiten Brett zwischen GM Andrei Istratescu und GM David Shengelia bringen. Mit den weißen Steinen entwickelte der Franzose eine Initiative und vor der Zeitkontrolle konnte er mit einer Spielverlagerung den Österreicher stark unter Druck setzen. Dieser musste zuerst einen Bauern und dann ein Figur geben, konnte aber nach langem Kampf das drohende Endspiel Springer und Läufer gegen den König nicht verhindern und die Waffen strecken, sodass es leider kein Österreicher aufs Podest schaffte. GM Andrei Istratecu schaffte damit im zweiten Anlauf den Turniersieg in Aschach. Mit einem Schwarzsieg gegen den groß aufspielenden Dominic Wisnet nutzte die Nummer 5 des Turniers GM Gergely Antal die Gunst der Stunde und führte als Zweiter die Gruppe der Spieler mit 5,5 Punkten an.

Endstand A

1. GM Istratecu Andrei 

2. GM Antal Gergely

3. GM Horvath Josef

 Unter Druck setzte auf Brett 1 Fabian Burrer mit einem schnellen Weißsieg die zweite Paarung Friedrich Baumgartner gegen Michael Balhar. Der Sieger dieser Begegnung gewinnt das Turnier. Baumgartner hat etwas Raumvorteil und Druck und kann diesen in der Zeitnotphase in einen Materialvorteil umwandeln und diesen dann sicher nach Hause spielen. Somit ging das gesamte Podium an Spieler aus Oberösterreich!

Endstand B

1. Baumgartner Friedrich

2. Burrer Fabian

3. Preundler Stefan

 Nach einem tollen Start mit 5/5 folgten für die Nummer 53 des Turniers leider zwei Niederlagen und so fiel er sogar noch vom Treppchen. Die junge Zsofia Vicze stellte schnell mit einem Schwarzsieg ihren Fuß aufs Treppchen und durfte sogar auf den Turniersieg hoffen, aber die Entscheidung liegt bei der Paarung Sebastian Lehner-Dittenberger gegen Richard Paulovsky. Vor der Zeitkontrolle hatte Sebastian Lehner-Dittenberger im Doppelturmendspiel etwas Raumvorteil und Druck, muss dann aber irgendwo überzogen haben und das entstandene Bauernendspiel sahen die Kiebitze als gewonnen für Richard Paulovsky an, der aber auf dem Weg zum Podium noch etwas strauchelte und den Gegner ins Remis entkommen lies, das diesen zum Turniersieger macht. Auch hier gingen die ersten drei Plätze an Spieler von oberösterreichischen Vereinen. Dass Sie nun nicht denken, wir Oberösterreicher wären schlechte Gastgeber, das stimmt ganz und gar nicht, aber beim Sport gilt der Grundsatz Schnaps ist Schnaps und Bier ist Bier!

Endstand C

1. Lehner-Dittenberger Sebastian

2. Vicze Zsofia

3. Binder Christopher

 Dass alles ein Ende hat gilt auch für dieses schöne Turnier, die 25. Auflage ist nun beendet und Geschichte. Erzählen Sie diese schöne Geschichte weiter und der Veranstalter und die Krennwurzn würden sich freuen, wenn gerade Sie, lieber Leser dieser Zeilen, im Dezember 2017 ein Teil der 26. Auflage werden würden! Wenn es wieder heißt: auf nach Aschach, dem Turnier bei Freunden!

 Alles Gute für 2017 und auf Wiedersehen!

Krennwurzn