Großkampftag auf der Bühne – schnelle Remis waren gestern, heute wird gekämpft und sich in Stellung für die morgige Preisgeldverteilung gebracht. Und heute machen die Favoriten Ernst und die Top3 gewinnen ihre Partien. Die Zwischenwertung führen nun die Österreicher GM Shengelia und IM Schreiner vor drei besser gesetzten Spielern mit je 5 Punkten an, haben aber morgen schwere Aufgaben zu lösen. Rechtzeitig zum Turnierende ist auch die Nummer 1 GM Palac wieder auf Brett 1 zurückgekehrt und trifft dort mit den schwarzen Steinen auf den mehrmaligen Aschachsieger GM Horvath – ein Remis könnte nicht reichen zum Turniersieg. Also für Spannung ist gesorgt.

 Als einziger Top 10 Gesetzter hat morgen Fabian Burrer mit einem Weißsieg eine Chance auf den Turniersieg, wenn die zweite Paarung dahinter remis ausgeht, denn er hat aktuell die schlechteste Zweitwertung der vier Leute mit 5 Punkten. Aber das sind gute Aussichten, wenn man bedenkt, dass die Nummer 1+2 mit 3,5 Punkten weit abgeschlagen im Feld liegen – Schach kann so unbarmherzig sein.

 Im C-Turnier verlor der bisherige Leader mit den weißen Steinen die Partie und damit auch die weiße Weste und wurde von Sebastian Lehner-Dittenberger auch als Tabellenführer abgelöst. Zum Turniersieg könnte aber nur ein Weißsieg gegen die Nummer 2 der Turnieres sicher verhelfen, denn auch hier lauern starke Spieler mit guten Zweitwertungen.

Nach dem Ausrutscher gestern, zeigte die Krennwurzn, dass sie immer noch applauswürdiges Schach spielen kann. Freiwillig begab sie sich in eine Selbstfesselung und erkannte schnell, dass sie kein Houdini ist und statt der Fesseln nur den Punkt los war. Langjährige Parkplatzduelle kennen wir schon, aber ein anderes „ewiges Duell“ ist auch heuer wieder nicht entschieden worden: zwei Spieler haben bisher alle 25 Auflagen in Aschach mitgespielt: Anton Pleimer und Robert Hofmann! Wobei nach Feinwertung (mehr A-Turnierteilnahmen) zur Zeit Pleimer in virtueller Führung liegt!